Cover des Romans Aus dienstlichen Gründen von Martin Rieder

Gerolstein. Neuer Dienstort. Sachlich betrachtet kein Abstellgleis.

Aus dienstlichen Gründen

Ein Roman über Ordnung, Scham, Zugehörigkeit und Menschen, die sich nicht sauber abheften lassen.

Dr. Vella glaubt an Regeln, Verfahren und klare Zuständigkeiten. Dann wird er nach Gerolstein versetzt. Dort stellt sich heraus, dass Menschen eine unangenehme Eigenschaft haben: Sie halten sich nicht zuverlässig an Verfahren.

„Aus dienstlichen Gründen war eine der saubersten Formulierungen, die der öffentliche Dienst je erfunden hatte.“

Aus dem ersten Kapitel

Der Roman

Dr. Vella glaubt an Regeln. Gerolstein kennt auch welche. Leider nicht dieselben.

Eine Versetzung führt ihn an das Sankt-Matthias-Gymnasium in der Eifel. Vella ist höflich, vorbereitet und fest entschlossen, diesmal alles richtig zu machen.

Das ist der Anfang des Problems.

Denn in Gerolstein funktionieren Türen anders, Zuständigkeiten gelegentlich mündlich und soziale Regeln vor allem dann zuverlässig, wenn niemand sie erklärt. Während Vella versucht, die neue Umgebung systematisch zu verstehen, entwickelt die Umgebung ihrerseits ein zunehmendes Interesse an Vella.

Was als beruflicher Neuanfang beginnt, wird zu einer Geschichte darüber, wie schwer es ist, sich selbst nicht ständig erklären zu wollen – und wie Zugehörigkeit manchmal genau dort entsteht, wo man aufgehört hat, sie organisieren zu wollen.

01

Ordnung

Vella vertraut auf Regeln, Verfahren und klare Zuständigkeiten. Gerolstein hält sich daran nur bedingt.

02

Scham

Was sich hinter Präzision und Korrektheit verstecken lässt, lässt sich nicht dauerhaft verwalten.

03

Zugehörigkeit

Sie wird in Gerolstein nicht beantragt. Sie entsteht aus Arbeit, Spott, Nähe – und dem Moment, in dem man nicht mehr alles richtig machen muss.

Leseprobe · vollständiges Kapitel

4. Dat macht man hier so

Dr. Vella möchte Gerolstein kennenlernen. Gerolstein hat seinerseits bereits Interesse an Dr. Vella entwickelt.

„In der Eifel“, sagte der ältere Herr, „schüttelste nicht.“

Vella blinzelte.

„Wie bitte?“

„Nachm Pinkeln“, sagte der Mann. „Schütteln machen Städter. Hier schlägt man kurz am Porzellan ab.“

Die Leseprobe enthält Kapitel 4 vollständig. Vor dem Kapitel steht eine kurze, spoilerarme Einordnung, damit niemand völlig unvorbereitet im Westtorstübchen landet.

Über den Autor

Martin Rieder

Lehrer, Autor und ursprünglich nicht für Letzteres vorgesehen.

Martin Rieder hatte nie vor, Bücher zu schreiben.

Im Sommer 2021 verbrachte er seinen Urlaub im Ahrtal. In der Nacht der Flutkatastrophe wurde er von den Wassermassen überrascht und geriet zweimal in eine Situation, in der es um sein Leben ging.

Das Erlebte endete nicht mit dieser Nacht. In der Zeit danach begann er zu schreiben – zunächst ohne den Plan, Autor zu werden. Aus dem Schreiben wurden Geschichten. Und irgendwann Bücher.

Seine Bücher handeln nicht von der Flut. Aber das Schreiben begann dort.

Martin Rieder lebt und arbeitet in Nordrhein-Westfalen. Hauptberuflich ist er Lehrer für Biologie und Chemie.

Autorenfoto von Martin Rieder
Martin Rieder

Aus dienstlichen Gründen

Martin Rieder · Roman · 2026

Ein Roman über einen Mann, der Ordnung für Sicherheit hielt – und an einem Ort landet, an dem Menschen sich nicht sauber abheften lassen.

Erhältlich als E-Book und Taschenbuch. Erfreulicherweise nicht nur aus dienstlichen Gründen.